Beste Trekking Zeit im Wandergebiet der Annapurna (ACAP-Annapurna Conservation Area Project)
Im Gebiet der Annapurna ist die Zeit vor oder nach dem Monsun als die beste Trekkingzeit zu empfehlen; von Februar bis Ende April und von Ende September bis Ende November ist sicherlich in den unteren und mittleren Lagen (1000 m-3000 m) ein angenehmes und mildes Klima zu erwarten. Aber Vorsicht! Temperaturschwankungen können auch in diesem Bereich beachtlich sein und die Temperaturen (20-28 ℃ bei sonnigem Wetter) können abends und nachts schnell auf kühle 5-15 ℃ - je nach Höhenlage - fallen. Im Bereich von 3000 m-4000 m Höhe kann es in den Monaten November bis Februar mit Nachttemperaturen von einigen Minusgraden kalt werden, tagsüber ist es jedoch - auch in einer leichten Fleecejacke - recht angenehm. Oberhalb 4000 m ist es nachts in dieser Zeit mit Werten unter minus 10 ℃ meist extrem kalt. Zu empfehlen ist hier die allgemeine Haupttrekkingsaison des Vor- und Nachmonsuns.
Generell gilt, je näher an der Monsunzeit, desto wärmer das Klima, was jedoch auch den einen oder anderen Regenguss oder Regentag und eine schlechte Sicht bedeuten kann. Umgekehrt wird es in der Nachmonsunzeit ab circa Ende September stets trockener und kälter, bis gegen Ende Februar die Temperaturen wieder ansteigen. Dies bedeutet wiederum, dass die Fernsicht aufgrund der klaren und kälter werdenden Luft bis circa Februar stetig besser wird, bis sie durch eine erhöhte Ansammlung von Staub und durch steigende Temperaturen zum Monsunbeginn im Mai wieder abnimmt. Kurz gesagt: wie auch im europäischem Alpenraum: kalte Monate - beste Sicht.
Erwähnenswert ist hier auch die Existenz mehrerer unterschiedlicher Mikroklimata, die durch die geografische Beschaffenheit des Annapurna Massivs bedingt sind. Im Kali Gandaki Tal ist das Klima im oberen Abschnitt extrem arid und die Landschaft weist hier einen wüstenartigen Charakter auf. Im Verlauf des klassischen Trekkingweges nach Tatopani wird das Klima immer feuchter, sodass man dort an einem der tiefsten Punkte ein subtropisches Ambiente mit einer Flora von Bananenstauden und Mandarinenbäumen vorfindet. Die gesamte Nordostseite des Annapurna Massives mit dem Tal des Flusses Marsyandi ist insgesamt humider. Dies zeigt sich in einer üppigen Vegetation, die zum Anfang der Wanderung mit Reisterassen bei Bahundanda beginnt, sich auf dem weiteren Weg in kalt-feuchten Nebelwald wandelt, um dann auf circa 3500 m Höhe in eine karge Fichten- und Kiefernvegetation überzugehen.
Eindeutiger Höhepunkt der Flora stellt die Ende März beginnende Rhododendronbaumblüte, deren atemberaubender Anblick insbesondere in der Umgebung von Poon Hill zu erleben ist, dar.
Die komplette Umrundung des Annapurna Massives schließt mit dem alpinen Charakter des Thorung La Passes in einer Höhe von 5414 m eine extreme Vielfalt an Klimazonen und Floren ein, deren Erleben diesen Trek so einzigartig macht.